40. BDN-Jahrestagung am 23./24.09.2011 in Berlin
Liebe BDN-Mitglieder,
die Weiterentwicklung der fachärztlichen Medizin in Deutschland ist zunehmend mit Fortschritten in der Diagnostik verbunden, die der Früherkennung von Erkrankungen dienen und bessere Heilungsmöglichkeiten eröffnen. Die Prävention von Erkrankungen muss diesen Bemühungen voran gehen und sie kann keinesfalls ein Privileg hausärztlicher Bemühungen sein, sondern sie sollte in fachärztlicher Zuständigkeit die höchste Effizienz im Zusammenhang mit bestmöglichen Kenntnissen über die jeweiligen Erkrankungen und deren Diagnostik aufweisen.
Es ist daher aus einer 40jährigen Tradition heraus ein zeitgemäßer und selbstbewusster Schritt in eine neue Zeit, wenn der BDN zu seiner 40. Jahrestagung in Berlin den tragenden diagnostischen Methoden des Faches jeweils die Möglichkeiten der Prävention gegenüberstellt:
Nuklearmedizin und Prävention
Die Bedeutung von Vitamin D steht dabei im Vordergrund als ein Themenfeld, mit dessen umfassender Kenntnis fast jeder nuklearmedizinische Arzt/Patientenkontakt überzeugend bereichert werden kann. Das erscheint uns von entscheidender Bedeutung für das Selbstverständnis eines in den Grundzügen ärztlich methodisch definierten Faches mit breitem Zugang zu allen klinischen Fächern.
Dabei eignet sich das Feld der Prävention mit Vitamin D ganz besonders für die Nuklearmedizin, denn die funktionellen Zusammenhänge zwischen Jodmangel, Struma und Hypothyreose sind denen zwischen Vitamin D Mangel, Osteoporose/Osteomalacie/Rachitis und Hyperpara-thyreoidismus durchaus ähnlich und daher leicht eingängig in die Beratungsgespräche integrierbar.
Die präventiv orientierte Ergänzung unseres Faches steht ganz im Zeichen der Zeit und sollte uns eine zukunftssichernde Verpflichtung sein, denn wir fühlen uns als Vertreter einer umfassenden (Nuklear)Medizin und das ist oft mehr als die Zuständigkeit für einzelne Organe.
Mit herzlichen Grüßen